Affiliate Partner Abzocke

Veröffentlicht auf von Betrug

Hallo liebe Leser und liebe Leserinnen.
Ich freue mich, Ihnen wieder ein brisantes Thema präsentieren zu können. Sagt Ihnen der Begriff Affiliate-Partner etwas? Nein? Ich werde den Begriff für alle, die ihn nicht kennen kurz erklären.

Mit Webseiten als Affiliate-Partner, Geld verdienen
Affiliate-Firmen sind solche, die Werbebanner verschiedenster Firmen für Interessenten zur Verfügung stellen, die mit ihrer Webseite Geld verdienen möchten. Diese Banner sind natürlich kostenlos erhältlich. Der Banner wird dann vom Affiliate-Partner auf seiner Webseite eingebunden. Der Affiliate-Partner erhält dann jedes Mal eine Provision, wenn über diesen Banner ein Einkauf getätigt wird. Übrigens, das ist im Gegensatz zu vielen anderen Heim-Nebenverdiensten eine lohnende Angelegenheit - vorausgesetzt - es geht alles mit rechten Dingen zu. Und schon sind wir beim Betrugs- oder auch Verschleierungsverdacht. Ich betone - Verdacht. Ich selbst bin Affiliate-Partner bei verschiedenen Firmen.

Provisionsunterschlagungen - Absicht oder wirklich nur technisch bedingte Fehler?
Jahrelang ging alles gut. Doch seit dem Jahr 2010 fing es mit Unstimmigkeiten an. Diese bemerkte ich lange Zeit nicht, denn ich wusste ja nichts davon. Es war reiner Zufall, dass diese Unregelmäßigkeiten überhaupt von mir entdeckt wurden. Anstoß dafür war eine Besucherin meiner Webseite.
Durch meine beginnende Recherche erfuhr ich dann so einiges. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Unter anderem werden durch angebliche technische Mängel etwa 1-3 Prozent der Affiliate-Partner-Provisionen nicht vergütet. Die Begründung dafür - sie werden einfach nicht registriert, da viele Online-Kunden die sogenannten Cookies aus Unwissenheit nicht akzeptieren. Und wenn man bedenkt, dass heute schon Milliarden an Euros nur über das Internet für das Einkaufen ausgegeben werden, kann sich jeder selbst ausrechnen, um welche Beträge es geht, die einfach im Nirgendwo verschwinden. Das "Nirgendwo" behaupte ich einfach Mal, dass dies die "Kaffeegeld-Kasse" der einzelnen Firmen ist. Wie erwähnt ist der Hauptpunkt für verloren gegangene Provisionen die nicht akzeptierten Cookies.

Was sind Cookies?
Cookies sind bestimmte Daten, die an den Empfänger übermittelt werden. Die Daten sind verschieden, die an den Empfänger übermittelt werden.
Folgende Daten können das sein: der Internet-Browser, der benutzt wird, die IP-Nummer eine eventuelle ID-Nummer und so einiges mehr. Seriöse Firmen werden diese Daten aber niemals weitergeben. Übrigens, diese Cookies werden heute sehr oft benötigt. Es gibt kaum mehr Webseiten, bei denen keine Cookies verlangt werden. Standardmäßig sind die Cookies zumindest bei den bekannten Internet-Browsern wie dem Firefox und dem Internet-Explorer als akzeptiert eingestellt.

Nun, zurück zu den Firmen.
Wer Cookies also nicht akzeptiert, kann niemals auf eine Provision hoffen. Aber das ist lange nicht alles, um Provisionen zu "unterschlagen. Firmen wechseln auch gerne Mal die Firma, die für den Affiliate-Bereich zuständig sind. Und in diesem Moment fängt die nächste Problematik an. Es kann Monate dauern, bis die entsprechenden Daten an die neue Firma übermittelt werden. Der Leidtragende dabei ist der Affiliate-Partner. Und wenn dann auch noch was schiefläuft - dann geht der Kampf erst richtig los.

Der interne, gemeine Trick so mancher Firmen, mit der Rabatt Vergabe
Manche Firmen, wie die großen bekannten Versandhäuser, zum Beispiel Neckermann und wie sie alle heißen mögen - alle wollen logischerweise Ihre Kunden behalten - vergeben an Ihre Kunden beim Einkauf einen großzügigen Rabatt. Dieser kann am Anfang schon mal bis zu 5 Prozent betragen. Gegen diesen Rabatt ist ja absolut nichts einzuwenden. Der Kunde freut sich natürlich sehr. Sobald aber - jedes Versandhaus hat seine eigene Methode - räumt einem Kunden auf einmal 6 Prozent Rabatt ein. Und ab 6 Prozent ist der Kunde dann automatisch als Sammelbesteller eingestuft. In Wirklichkeit ist er aber gar kein Sammelbesteller. Klar, der Kunde sieht den schönen Rabatt - alles andere interessiert ihn ja nicht - auch nicht, dass er jetzt auf einmal Sammelbesteller ist.

Was ist das Schlimme an den 6 Prozent Rabatt?
Sobald ein Kunde die 6 Prozent erreicht hat, ist der Affiliate-Partner der sogenannte Buhmann. In diesem Moment erhält der Affiliate-Partner keine Provision mehr. Dies ist auch in den aktualisierten AGB der entsprechenden Versandhäuser so vermerkt. Aber - sind wir Mal ehrlich - wer liest sich immer alle AGB der Firmen durch? Ich im Prinzip schon, zumindest wenn ich mich irgendwo neu registriere. Aber in diesem Fall nicht. Das kann ich auch gar nicht, weil ich selbst ca. 200 Firmen-Banner auf meiner Webseite habe. Ich wäre also nur noch mit AGB-Lesen beschäftigt. Wer in dem Fall die AGB nicht akzeptiert, hat offiziell zumindest verloren - gleichsetzend - die Partnerschaft erlischt. Aber es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten, die ich sehr gerne benutze. Es ist zwar zeitaufwendig, aber sehr oft ist das von Erfolg gekrönt. Ich setze mich dann mit den Firmen telefonisch in Verbindung und erkläre meine Ansicht. Und meist komme ich auf ein positives Ergebnis. Es kann nicht angehen, dass der Affiliate-Partner sich so viele Mühe macht, Kunden zu gewinnen, damit er einen Verdienst hat und die Versandhäuser legen ihm dann einen 6-Prozent-Knüppel zwischen die Füße. Natürlich erfordert das zukünftig einen erhöhten Zeitaufwand, wenn die Verhandlung mit den Firmen positiv verläuft. Aber die weiter bezahlten Provisionen gleichen diesen Zeitaufwand dann wieder aus. Wichtig vor allem ist, dass Sie als Affiliate-Partner Ihren Kunden verständlich machen können, dass Sie die Bestellbestätigungen der Einkäufe kriegen. Wenn der Kunde hier mitspielt, dann haben Sie gewonnen. Diese Bestellbestätigung schicken Sie dann dem Sachbearbeiter der entsprechenden Firma.

Noch einmal auf die Cookies zu kommen.
Sie als Affiliate-Partner - sofern Sie technisch etwas versiert sind - erklären Sie Ihren Kunden, was diese tun sollten, falls jemand diese Cookies wirklich nicht akzeptiert hat. Bitten Sie auch Ihre Kunden um Unterstützung, indem Sie die Bestellbestätigungen an Sie schicken. Erklären Sie ruhig die wirklichen Gründe und verheimlichen Sie nichts. Ihre Kunden werden es Ihnen danken und Sie unterstützen. So zumindest geht es mir. Nur auf diese Weise können Sie Firmen sozusagen in die Knie zwingen.

Liebe Grüße
Manfred Dietrich

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chris 09/29/2011 15:29


Hallo Manfred, vielen Dank für diese aufschlussreiche Info über die ich in der Form und Tragweite noch nicht nachgedacht habe. Ich bin gerade erst dabei, mir eine Affiliate Webseite aufzubauen, und
habe mich auch des öfteren gefragt, "ob nicht ...?" und "wo denn ...?" der ein oder andere Kunde nicht doch bei mir gekauft haben könnte. Aber wie will man es nachvollziehen, ausser der Kunde sitzt
gleich nebendran. So ist es mir vor kurzem ergangen und ich habe mich auch bei Share-it beschwert, aber leider keine befiedigende Antwort, stattdessen ellenlange Wartezeiten, versprochene Rückrufe
etc., bis man dann irgendwann genervt und frustriert aufgibt. Aber hey, wozu dann die ganze Arbeit? Also Danke nochmal dein Artikel hat mich a. motiviert weiterzumachen und b. nicht klein
beizugeben....