Stress in Mannheim - Bürger gegen Amt

Veröffentlicht auf von Betrug

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, mit welcher Begründung diverse Dienstleistungen bei Behörden so teuer sind und trotzdem bekommt man Fehlauskünfte ohne Ende?

Auch die Bürgerdienste in Mannheim machen da keine Ausnahme.
Letzter bekannter Fall wegen eines verlorenen Personalausweises. Es ist schier nicht zu glauben. Begonnen hat die ganze peinliche Angelegenheit für die Bürgerdienste in Mannheim Ende August 2010.

Der Mann hatte seinen Personalausweis verloren und erkundigte sich bei den Bürgerdiensten in Mannheim, was genau er tun muss. Er bekam mitgeteilt, dass er seine Geburtsurkunde und Führerschein mitbringen müsse. Darauf hin fragte der Bürger, den Mann am Telefon, warum die Geburtsurkunde nötig sei? Nun, es geht um die Überprüfung Ihrer Daten, deshalb müssen Sie Ihre Geburtsurkunde mitbringen. Ihren Führerschein deshalb, wegen Ihres Lichtbildes.
Den Führerschein sehe ich ein, antwortete der Bürger, aber die Geburtsurkunde, das kann er beim besten Willen nicht nachvollziehen. Daraufhin beschwerte er sich bei dem Amtsleiter und erfuhr, dass diese eine Fehlauskunft gewesen sei. Da der Bürger ja schon seit etwa dem Jahr 1980 in Mannheim wohnt, hatten die Bürgerdienste ja seine kompletten Daten.

Durch diese Fehlauskunft wurde dem Bürger zugesagt, dass er in die Stadtmitte kommen solle und er braucht nicht zu warten, ein Sachbearbeiter würde sich sofort um ihn kümmern. Der Bürger freute sich, machte auf seinem eigenen Drucker zwei Passbilder auf normalem Papier. Der Sachbearbeiter fand die Bilder in Ordnung und klebte ein Bild davon auf den vorläufigen Personalausweis, nachdem er die 16,00 Euro Gebühren bezahlt hatte. Benachrichtigt, wenn der Ausweis da ist, würde der Bürger per E-Mail.

Ca. drei Wochen später kam auch die zugesagte E-Mail. Der Bürger rief bei dem Sachbearbeiter an und fragte, wie lange er Zeit hätte, den Ausweis zu holen. Er bekam die Auskunft, dass dies nicht eilig sei. Wenn er so in den nächsten zwei bis drei Wochen kommen könnte, ist das in Ordnung. Da der Bürger aber zwischenzeitlich noch krank wurde, verzögerte sich das Abholen. Nach etwa weiteren drei Wochen kam eine zweite E-Mail von den Bürgerdiensten wegen der Abholung. Auch hier wieder die gleiche Auskunft, dass es nicht eilig sei.

Der Bürger fand einfach keine Zeit in die Stadt reinzufahren, da er selbst etwa 10 Km von der Stadtmitte entfernt wohnt. Dann rief er an und es wurde ausgemacht, dass der Ausweis in seinen Stadtteil geschickt würde und er dann von den dortigen Bürgerdiensten benachrichtigt würde. Wieder etwa 3 Wochen später kommt eine dritte E-Mail der Bürgerdienste, dass entdeckt wurde, dass der Ausweis ungültig sei, weil das Lichtbild ungültig sei. Es dürfe kein Hintergrund auf dem Bild sein. Es muss ein neuer Ausweis mit entsprechenden Lichtbildern gemacht werden.

So langsam aber sicher wurde der Bürger etwas böse, denn das kann es nicht sein, dachte er sich. Nur Fehlauskünfte. Aber ein Vorteil. Weil so viel Schlamperei passiert war, bräuchte er den neuen Ausweis nicht zu bezahlen. Dies wurde ihm gewährt, nachdem er sich wieder mit dem Amtsleiter in Verbindung gesetzt hatte.

Der Bürger wartete sehr lange auf eine Benachrichtigung der Bürgerdienste in seinem Stadtteil, aber vergeblich. Daraufhin setze er sich wieder mit der Behörde in Verbindung, die jedoch von nichts etwas wussten, aber man wolle sich darum kümmern. Wieder lange Wartezeit auf eine Nachricht. Nach einer wiederholten Anfrage beim Amt stellte sich nun heraus, dass der Kopf des Bürgers zu klein sei, es gäbe neue Vorschriften.

Nun wurde der Bürger so richtig böse, begab sich wieder zu der Behörde und fragte schon etwas lautstark, was hier eigentlich läuft? Ob die Behörden eigentlich nur Fehlauskünfte geben können? Also wurden wieder neue Bilder gemacht. Dieses Mal war der Kopf zu groß und es wurde auch das normale Druckerpapier reklamiert. Es müsse Glanzpapier sein.

Trotzdem wurde der Ausweis auf Drängen des Bürgers zur Bundesdruckerei geschickt. Würde das Lichtbild von der Bundesdruckerei aber nicht akzeptiert, dann müsse er den nächsten Ausweis aber bezahlen. Das Ergebnis steht derzeit noch offen. Soviel kann ich jetzt schon mitteilen. Der Bürger wird nicht bezahlen.

Liebe Leser dieser Webseite betrug.over-blog.de. Ich kann Ihnen nur empfehlen, nicht alle Schikanen der Bürgerdienste oder Stadtwaltungen hinzunehmen. Wehren Sie sich, denn jeder hat ein Recht drauf, seinen Mund aufzumachen. Keiner muss sich vor einer Behörde ducken, nur weil es eine Behörde ist.

Übrigens, in einem anderen Fall konnte eine Ausländerin, die vorübergehend in ihre Heimat musste, nicht mehr nach Mannheim zurückkehren, weil die Bürgerdienste in Mannheim übersehen haben, dass die Aufenthaltsbescheinigung abgelaufen war. In diesem Fall half der Sender RTL der jungen Dame, damit sie wieder nach Deutschland zurück konnte.

Manfred Dietrich

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