Datenklau am Geldautomaten

Veröffentlicht auf von Betrug

Der Trick ist schon sehr alt, aber sehr häufig immer noch wirksam - der Datenklau am Geldautomaten.
Sie gehen an den Geldautomaten, egal bei welcher Bank und zu welcher Uhrzeit. Sie schieben Ihre Karte in den Kartenschacht, tippen Ihre Geheimzahl ein, heben den Betrag X ab und ziehen Ihr Geld aus dem Geldschacht. Alles in Ordnung - so denken Sie zumindest und ziehen wieder von dannen. Erst eventuell Tage später, wenn Sie Ihr Konto zum Beispiel online überprüfen, fällt Ihnen auf, dass mit dem Kontostand etwas nicht stimmt. Hier sind doch Abbuchungen auf Ihrem Konto getätigt worden, die niemals von Ihnen stammen. Sie haben recht. Sie stammen nicht von Ihnen, sondern von Trickbetrügern, oder wie gerne gesagt wird, von der Mafia. Wie auch immer.

Ganz schnell aber merken Sie es, wenn etwas nicht stimmt - leider aber zu Ihrem Nachteil - wenn Sie am Geldautomaten stehen und Sie erhalten kein Geld mehr, weil Ihr Überziehungs-Limit oder auch Dispo genannt, schon ausgereizt ist.

Diese Gauner arbeiten mit teils mit ganz einfachen Methoden und uralter List, aber auch mit hochmoderner Technik, um an Ihr Geld zu kommen.
Es liegt viel an Ihnen selbst, wie Sie diesen Gaunern ihre "Arbeit" erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen können.

Wie Sie selbst helfen können, zu vermeiden, dass unberechtigte Personen Zugriff auf Ihr Konto erhalten.
1. Wenn Sie außerhalb der normalen Öffnungszeiten eines Bankinstitutes an den Geldautomaten müssen, dann verwenden Sie - vorausgesetzt, Sie haben mehrere Karten - eine davon, um die Türe zu öffnen. Und die andere Karte, um am Automaten selbst, Geld abzuheben.

2. Bevor Sie Ihre Karte in den Kartenschacht des Automaten stecken, schauen Sie, ab am Prosekthalter neben dem Automaten etwas Ungewöhnliches montiert ist. Wie zum Beispiel eine ganz superkleine Kamera.

3. Rütteln Sie ruhig mal am Kartenschacht selbst, denn dieser könnte nur geklebt sein. Fällt er dadurch ab, dann steht fest, dass hier ein Betrug vorliegt. Benutzen Sie sofort das Telefon, das jede Bank im Vorraum für ihre Kunden zur Verfügung stellt und geben Sie diese Information durch. Sie können auch die Polizei unter der Notrufnummer 110 anrufen.

4. Schauen Sie nach, ob oberhalb des Monitors eine kleine Kamera installiert ist. Auch das darf nicht sein.

5. Wenn Sie Ihre Geheimzahl eingeben, dann halten Ihre freie Hand direkt über Ihre andere Hand, mit der Sie Ihre Geheimzahl eingeben. Gehen Sie mit Ihrem Körper ganz dicht an den Automaten, dass Ihnen niemand über die Schulter schauen kann.

6. Ein ganz alter Trick. Sollte Sie im Vorraum von einer anderen Person angesprochen werden, die Ihnen sehr nahe kommt, achten Sie bitte darauf, dass von hinten niemand versucht, sich Ihnen anzunähern. Hier wird mit der Ablenkungstaktik gearbeitet. Die erste Person versucht, Sie, in ein Gespräch zu verwickeln. Die zweite Person möchte in dem Fall an Ihre Tasche oder an Ihren Geldbeutel kommen.


7. Wenn Sie nach Hause kommen, überprüfen Sie sofort online Ihren Kontostand. Ihren Kontostand sollten Sie nach Möglichkeit täglich online überprüfen.

8. Bewahren Sie niemals Ihre Karte und Ihren Pin oder auch Geheimzahl zusammen auf. Nach Möglichkeit merken Sie sich Ihre Geheimzahl.

9. Sollte Ihnen auf Ihrem Konto eine ungewöhnliche Bewegung auffallen, informieren Sie sofort Ihre Bank und lassen Sie Ihre Karte sperren.


Weitere Tipps und Hilfe erhalten Sie auf.

Stiftung Warentest bzw. Test.de

Denken Sie immer daran.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Egal, wem gegenüber!! Bei Geld hört die Freundschaft immer auf.

Manfred Dietrich

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