Banken und ihre selbstgestrickten Gesetze II

Veröffentlicht auf von Betrug

Gleich von Anfang an wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Kontoinhaber teils unverschuldet in diese peinliche Angelegenheit kam.

Teil 2:Die Targobank
Wie schon in Teil 1 über die Norisbank berichtet - solange ein Mensch finanziell nicht in Not ist, ist alles von der Targobank Seite aus, in Ordnung.

Übrigens - die Targobank - wer es noch nicht weiß, ist die frühere Citibank und für ganz "alte" Kunden, die Kunden - die KKB (Kundenkreditbank).

Der Kunde genießt bei der Targobank einen üppigen Dispo-Kredit, da er ja in Arbeit steht und sich keinerlei Sorgen machen muss. Schließlich kommt ja jeden Monat sein Gehalt auf das Konto.

Noch schöner ist, dass es bei der Targobank - auch schon bei der Citibank - üblich ist, dass der Kunde zu dem offiziellen Dispo-Kredit noch einen zusätzlichen, internen Dispo erhält. Diesen
inoffiziellen Dispo Kredit gibt es automatisch dazu.

Dies bedeutet, wenn der Dispo-Kredit zum Beispiel offiziell 2000 € beträgt, führt die Targobank noch Daueraufträge und Lastschrifteingänge bis etwa 1000 € zusätzlich aus. So kommt der wirkliche
Dispo-Kredit Rahmen auf knapp 3000 €. Bargeld gibt es aber nicht mehr, wenn der offizielle Dispo-Kredit ausgeschöpft ist.
Reicht aber der interne Dispo-Kredit auch nicht mehr aus, werden die eventuellen Lastschriften und Daueraufträge nicht mehr ausgeführt.

Dann erhält der Kunde nach etwa einem Monat sehr "nette und freundliche" Anrufe, denen er machtlos ausgeliefert ist. Selbst Vorsprachen in der Filiale der Targobank nutzen da nichts. Der Kunde darf
sich von diesem Moment an, über etwa ein bis drei Anrufe pro Woche "erfreuen".

Schließlich will die nette Targobank dem Kunden doch nur helfen, wieder in die richtige Linie zu kommen. Selbst wenn der Kunde erklärt wie, wo und was - die Anrufe kommen immer wieder.

Der Kunde ist genervt von diesen ständigen Anrufen und gibt seinem Ehepartner eine Vollmacht, die besagt, dass die Targobank sich nur noch mit dem Ehepartner auseinandersetzen soll.

Selbst das wird von der Targobank nicht begriffen. Bei jedem Anruf von der Targobank wird nach dem Kontoinhaber gefragt. Ist dieser nicht zu Hause, wird wieder angerufen und das solange, bis er/sie
endlich erreichbar ist.

In einem solchen Fall ist ein Ehepartner schlau gewesen. Er hat bei jedem Anruf von der Targobank der entsprechenden Hotline-Dame gesagt: Wenn Sie Ihre "Hausaufgaben" gemacht haben, dann können Sie
wieder anrufen.
Dieses "Spiel" fand der Ehepartner lustig. Er hatte immer wieder, nachdem dann von der Targobank gesucht wurde, was denn die "Hausaufgabe" ist, gesagt: "Das nächste Mal wissen Sie es, wenn Sie
wieder anrufen. Dann können wir uns sofort unterhalten" und danach aufgelegt.

Die "Hausaufgabe" war, bevor der Kunde angerufen wird, nachzuprüfen, ob eventuell eine Vollmacht vorliegt.

Dieser Satz erregte anscheinend bei der Targobank Duisburg, ein solches Aufsehen, dass eine Dame extra deshalb wieder angerufen hat und sich für die Nachlässigkeit der Kolleginnen entschuldigt hat.
Sie versprach, dass dies in Zukunft nicht mehr vorkommt. Nur leider blieb es bei diesem theoretischen Versprechen.

Selbst Versprechungen des Kunden, dass das Konto wieder in normale Linien zurückgeführt wird, hält die Targobank nicht zurück, ständig wieder anzurufen. Auch wenn gesichert ist, dass die
monatlichen Eingänge pünktlich zu jedem Monatsende eintreffen.

Nebenbei bemerkt: Der inoffizielle Dispo-Kredit des betroffenen Kunden wurde mittlerweile gestrichen. Das heißt, selbst wenn das Konto nur noch einen Cent über den offiziellen Dispo-Rahmen
hinausgeht, wird weder ein Lastschrift-, noch ein Dauerauftrag ausgeführt.

Wie am Anfang schon erwähnt, kam der besagte Kontoinhaber zumindest teilweise unverschuldet in diese peinliche Situation.

Der Grund war, dass das Kind des Kontoinhabers zufällig die Bankdaten in die Hände bekam und sich auf den Namen des Kontoinhabers bei verschiedenen Erotik- und Online-Casino-Webseiten angemeldet
hatte.
Anfangs wurden die Beträge noch abgebucht, bis dann der inoffizielle Dispo-Kredit auch aufgebraucht war. Nur leider bemerkte der Kontoinhaber dies zu spät.

Und was können Sie daraus lernen?

Achten Sie immer darauf, dass Sie Ihre Kontodaten niemals irgendwo liegen lassen. Auch nicht zu Hause offen liegen lassen.
Vor allem dann nicht, wenn noch Kinder mit in der Wohnung wohnen. Kinder, so zeigt dieser Fall eindeutig, können Schäden verursachen, die fast nicht mehr reparabel sind.

Der Kontoinhaber, dies noch zum Schluss erwähnt, musste sich wegen der dauernden Anrufe der Targobank , nachdem er die Vollmacht an seinen Ehepartner übergab, in psychische Behandlung begeben.

Manfred Dietrich

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Targo nervt mit Anrufen 03/17/2011 18:58


Liest sich ganz gut und man merkt, wie die Mitarbeiter bei der Targobank geschult bzw. getrimmt werden.
Eins muss ich noch los werden.
Bitte verwendet eine "augenschonendere" Farbkombinationen in Eurem Blog.
Nach einem Artikel tun mir die Augen weh.
;)
Grüße