Geldwäsche - Trickbetrüger Teil III

Veröffentlicht auf von Betrug

Wie kommt eigentlich dieses Geld, das Sie auf Ihrem Konto vorfinden, auf Ihr Konto?

Frau Tamm hat mittels einem Trojaner eine Info an einen Benutzer für Online-Banking geschickt, die Sie, der nichts ahnende Kunde geöffnet hat.
Der Trojaner ist in einem Bild, das mit der E-Mail verschickt wurde, versteckt. Dieses Bild zeigt eine Fälschung des Online-Zugangs der Postbank an. Hier wird freundlichst darauf hingewiesen, dass
die Postbank zur Verbesserung des Postbank-Services 10 TANs von Ihnen benötigt werden, die Sie sofort eingeben möchten. Oder aber eine Meldung, dass Sie 10 TANs eingeben müssen, damit Ihr
Online-Banking wieder einwandfrei funktioniert.

Hier sollte normalerweise dem Postbank-Kunden schon auffallen, dass hier etwas nicht stimmen kann. Keine Bank wird jemals bei der Eingabe der persönlichen Datenabfrage zu Ihrem persönlichen
Online-Konto TANs verlangen.
Ein unerfahrener Postbankkunde denkt sich aber an dieser Stelle nichts dabei und folgt dieser höflichen Anweisung.

Frau Tamm wird in diesem Moment mittels des Trojaners signalisiert, dass Sie, der unerfahrene Kunde, sich in Ihrem persönlichen Konto-Bereich aufhalten.
Jetzt, also in diesem Moment, schlägt Frau Tamm zu und überweist anhand der TANs, die der unerfahrene Kunde eingegeben hat, sofort zum Beispiel die 1.500 Euro auf Ihr Postbankkonto. Diese 1.500
Euro sind natürlich binnen weniger Sekunden auf Ihrem Konto vorhanden, da es sich um eine postbankinterne Überweisung handelt.
Jetzt bekommen Sie, der Arbeitssuchende, sofort eine E-Mail von Frau Tamm, dass Sie wieder Geld von Ihrem Postbankkonto abheben sollen und das natürlich schnellstmöglich. Also sofort, nicht erst
einen Tag später.
Dieses "Spiel" kann solange fortgesetzt werden, bis entweder der betrogene Postbankkunde oder die Postbank selbst merkt, dass hier etwas nicht in Ordnung ist.

Die Postbank ermittelt in Windeseile, was hier vor sich geht, dies ist kein Problem, die Daten der Überweisung sind ja vorhanden.

Was passiert nun?

Die Postbank stellt fest, dass Sie das Geld erhalten haben und auch sofort abgehoben haben. Das erste Vorgehen der Postbank ist, Ihr Konto zu sperren. Egal, auf welche deutsche Postbank Sie gehen,
Sie haben jetzt keine Chance mehr, auch nur einen einzigen Cent mehr zu erhalten.
So ganz langsam aber sicher wird Ihnen klar, was Sie da angestellt haben. Sie bekommen es mit der Angst zu tun. Sie informieren Frau Tamm, dass Sie kein Geld mehr bekommen. Natürlich glaubt Frau
Tamm Ihnen nicht und schickt Ihnen nur noch eine E-Mail mit dem Inhalt "Auch wir haben Mittel und Wege".

Sie fangen an zu zittern und kommen auf alle möglichen Gedanken. Klar, jetzt sind Sie endlich aufgewacht und Ihnen ist klar geworden, was Sie angestellt haben. Das Einzige, was Sie nun tun können,
um eine sogenannte Schadensbegrenzung zu halten, ist eine Selbstanzeige bei der Polizei zu machen. Machen Sie dies sofort und helfen der Polizei, wo Sie können.

Was lernt man aus dieser Situation?

Niemals beim Einloggen in den persönlichen Online-Banking-Bereich eine TAN eingeben. TANs benötigen Sie erst, wenn Sie eine Überweisung über Ihr Konto tätigen wollen. Erst dann werden Sie von der
wirklichen Bank dazu aufgefordert.

UND: Speichern Sie niemals Ihre Benutzerdaten ab.

Manfred Dietrich


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