Geldwäsche - Trickbetrücker Teil II

Veröffentlicht auf von betrug.over-blog.de

Rückblick:

In Teil 1 von Geldwäsche - Trickbetrüger wurde erklärt, wer oder was die Mafia ist.
Hier, in Teil 2 wird nun ein Teil der Arbeitsweisen der Mafia erklärt. Auch in diesem Teil möchte ich noch einmal darauf verweisen, dass dies keine Fantasien sind, sondern reine Tatsachen.

Was muss der Arbeitssuchende dafür tun, um diesen "Heimnebenverdienst" ausüben zu können?
Er benötigt ein Konto bei der Deutschen Postbank und er muss volljährig sein. Der Arbeitssuchende sollte auch ein Auto haben, dies ist aber nicht unbedingt nötig. Den Verdienst, den er für seine Arbeit erhält, hat utopische Ausmaße, die es normal nicht gibt. Gibt sich der Arbeitssuchende also interessiert und antwortet auf dieses "Angebot", dann hat er in dem Moment schon verloren. Das "Spiel" hat begonnen.

Geben wir der Mafia in diesem Fall einfach mal den Namen Frau "Helga Tamm".
Sie, der Arbeitsuchende müssen nun Frau Tamm Ihre Postbank-Daten per E-Mail übermitteln.
Das heißt: Frau Tamm benötigt Ihre Kontonummer und die Bankleitzahl der Deutschen Postbank.
Sie, der Interessierte, der sich also bereit erklärt hat, diesen für ihn mehr als lukrativen Nebenverdienst anzunehmen, erhält nun von Frau Tamm die erste "Arbeitsanweisung" per E-Mail.

"Gehen Sie sofort zur Postbank und heben Sie 1.500 Euro ab, gehen Sie zur nächsten Western Union Filiale. Überweisen Sie diesen Betrag nach Belgien auf das Konto XXXXXXXXXXX zugunsten des Konto-Inhabers. Ziehen Sie aber vorher Ihren Verdienst, also 30% - ja, wirklich 30% - von den 1.500.00 Euro ab. Die Überweisungsgebühr ziehen Sie natürlich auch davon ab". Natürlich müssen Sie bei der Western Union noch einen Fragebogen ausfüllen, indem Sie unter anderem angeben, also bestätigen, dass Sie den Begünstigten persönlich kennen.
Vor lauter Freude über soviel Geld, das Sie für eine solche Arbeit erhalten, machen Sie sich gar keine Gedanken, was Sie da mittels Ihrer Unterschrift bestätigen.

Nun müssen Sie sich zum Schalter der Western Union Bank begeben und erhalten nach der Überweisung einen Code. Diesen Code übermitteln Sie schnellstmöglich per E-Mail an Frau Tamm. Natürlich kann es schnell möglich sein, dass Sie von Frau Tamm per Handy angerufen werden und Ihr den Code per Handy übermitteln. In diesem Moment ist die Arbeit für Sie erledigt.

Für den nächsten Auftrag, bekommen Sie die Information, dieses Mal eine andere Filiale der Postbank aufzusuchen, um den nächsten Betrag von Ihrem Postbankkonto abzuheben. Das Gleiche gilt auch für die Überweisung. Auch hierfür müssen Sie jetzt eine andere Filiale der Postbank aufsuchen, oder direkt zu Western Union gehen. Also das gleiche Spiel wieder von vorne und wieder freuen Sie sich und beginnen (un)beabsichtigt einen Betrug, also die Geldwäscherei.

Für den nächsten Auftrag, bekommen Sie die Information, dieses Mal eine andere Filiale der Postbank aufzusuchen, um den nächsten Betrag von Ihrem Postbankkonto abzuheben. Das Gleiche gilt auch für die Überweisung. Auch hierfür müssen Sie jetzt eine andere Filiale der Postbank aufsuchen, oder direkt zu Western Union gehen.

Also das gleiche Spiel wieder von vorne und wieder freuen Sie sich und beginnen (un)beabsichtigt einen Betrug, also die Geldwäscherei.

Und dann?? Lesen Sie weiter in Teil III

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